Nachrichtensplitter MMH-MMS                aktuell Aug2020

+++Infos aus Tansania+++Infos aus Tansania+++ Infos aus Tansania+++Infos aus Tansan+++++

  • Die Coronapandemie hat weltweit zu erheblichen Einschränkungen und Planungsänderungen geführt.

  • Besonders traurig sind wir über die Absage der Projekt-Begegnungsfahrt im Sommer 2020. Jörg Kerner wollte mit 6 Jungen Leuten nach Tansania fliegen, um dort mit ihnen einen Sanitärtrakt für die Gesundheitsstation in Kalinzi/ Mlangala aufzubauen. Die Jugendlichen hatten dazu auch schon Spenden eingesammelt. Es kamen bisher über 2700.-€ zusammen.

  • Der Bau des Sanitärtraktes in Mlangala ist weiterhin dringend erforderlich. Erstens ist die Nutzung schon über die Zeit geschritten, andererseits befinden sich die Toiletten nicht auf eigenem Grund und Boden. Darum werden nun im Herbst hinter der Dispensary neue Gebäude errichtet werden. Die Kosten von 5400.-€ werden von den Projektbezogenen Spenden und von der MMH getragen. Danke für alle Spenden.

  • In Tansania hat die Corona-Krise nach Angaben von Dr. Wabera in Mlangala und von Gideon Kibambai in Bugamba zu keinerlei zunehmenden Zugängen in den Gesundheitsstationen geführt. Über weitere Informationen zu Corona finden Sie unter „aktuelle Nachrichten für Tansania vom Freundeskreis Bagamoyo.

  • Dr. Alexander Wabera (60) hat die medizinische Leitung in Mlangala übernommen und hat für sich ein Haus vor Ort gemietet. So steht auch am Abend und am Wochenende ein Arzt zur Verfügung.

  • Für die Ultraschall-Untersuchungen muss Dr.Wabera noch einen Kurs absolvieren. Die MMS wird sich darum kümmern. Die Kosten belaufen sich auf 650.-€.

  • Bis heute (Aug 2020) sind die Patienten zahlen wieder gestiegen, was der zuverlässigen Versorgung mit Personal zuzuschreiben ist. Zwischenzeitlich war während des einmonatigen Logdowns in Tansania im April, die Patientenzahl fast auf null zurückgegangen.

  • Der neue Buchhalter Godfray Lugoye konnte seine Anstellung doch nicht aufrecht erhalten und arbeitet nun in Daressalam. Ehrenamtlich steht er aber für die Abrechnungen der Leitung der MMS über Internet zur Verfügung.

  • Für eine klarere Trennung der Budgets der einzelnen Stationen Bugamba und Mlangala werden zukünftig extra Konten geführt und einzeln abgerechnet. Das kommt Gideon Kibambai entgegen und entlastet ihn.

  • Der Vorstand der MMS hat in einer Sitzung im Februar beschlossen die Bedingungen des Joint-Venture-Vertrages für Mlangala selbst übernehmen zu wollen. Eine Übergabe an den Staat Tansania halten sie für bedauerlich, weil sie sich vorstellen können, dies aus eigener Kraft zu stemmen. Auch sind sie davon überzeugt, dass bei einer Übernahme durch den Staat die Qualität der Gesundheitsarbeit für Mlangala stark nachlässt.

    Damit steht im Raum, dass ab 2021 der Vertrag mit der MMS läuft und ein erstes Gehalt einer Schwester in Höhe von 115.-€ monatlich weniger nach Tansania überwiesen wird. Dafür wird die MMH Deutschland die MMS unterstützen, ein Fundament für eine Mutter-und Kind-Klinik zu errichten.

  • Gideon Kibambai ist mit 62 Jahren nun über den in Tansania liegendem Rentenalter. Er hat uns jedoch gebeten für Bugamba weiterhin zuständig zu bleiben. Somit wird die Station in Mlangala ausschließlich von Dr.Wabera und die Station in Bugamba von Gideon Kibambai verantwortet.

  • In Bugamba sind die Patientenzahlen in der Regenzeit (November-Mai) eher höher (bis 20 am Tag) und in der Trockenzeit moderat gering (bis12 Patienten)

  • Leider ist die junge Gesundheitsmitarbeiterin für die Community Health (medizinische Vorsorgearbeit) wieder abgesprungen und hat im Krankenhaus in Kigoma eine Stelle aufgenommen.

  • Der Vorstand der MMS ist zunehmend dabei ,noch stärker als vorher, die Verantwortung für beide Stationen zu übernehmen. Dabei soll Gideon Kibambai entlastet werden und der Vorstand MMS als Hauptansprechpartner fungieren. Gideon gibt damit die Verantwortung der Brücken-Kommunikation von der MMS Tansania zur MMH Deutschland ganz in die Hände der Vorsitzenden Octavina Rusota. Somit beschränkt sich Gideon ausschließlich auf die Leitung der Gesundheitsstation in Bugamba.

  • Das Wasserfilterprojekt wurde im Frühjahr weiter verfolgt und konnte bis ende April mehr als 120 weitere Filter in der Region für Schulen und Gemeinden zur Verfügung stellen. Das soll fortgeführt werden, um die Gesundheit der Menschen in der Region weiter zu fördern.

  • Die Kirchengemeinde Zehdenick konnte der Kirchengemeinde Bugamba (anglikanische Kirche DWT) eine Spende in Höhe von 600.- € für das neue Dach der neuen Kirche zur Verfügung stellen( siehe Bericht) Ein Teil davon stammt aus der Konfirmationskollekte 2020.                                                                                        

 +++Infos aus dem Vorstand MMH+++Infos aus dem Vorstand MMH+++ Infos aus dem Vorstand++

  • Das Budget der MMS liegt auch 2020 wieder bei 33 200 € und ist überwiesen. Wegen der Übernahme des Joint-Venture-Vertrages ab 2021 wird sich das Budget an die MMS um 1380.-€ für die Station Mlangala verringern. Dafür wird das Projekt Fundament ca.2000.-€ vorgesehen werden.

  • Die Spendeneinnahmen der MMH sind weiterhin niedriger als die Ausgabe. Sie können bisher jedoch durch zwei drei größere Einzelspende von 2019 ausgeglichen werden.

  • Eine Mitgliederversammlung MMH findet am 16.September 2020 statt. Die Versammlung wird wegen Corona über Internet Zoom abgehalten. Die Mitglieder erhalten einen Link zur Teilnahme.

    Die Mitgliederentwicklung der MMH ist weiterhin rückläufig. Durch den Rundbrief und die neue Webseite (mmh-mms-kigoma.jimdo.de) machen wir auf unsere Arbeit aufmerksam.

     

                                                                                                                        aktualisiert August 2020

 

                                                                                                                               Jörg Kerner

Gebete bewahren Tansania vor  Corona?

wir hoffen mit Tansania

Coronakrise in Afrika

Seit einigen Tagen geht die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Afrika zurück. In den Wochen davor waren noch fast täglich Höchstmeldungen verzeichnet worden. Die WHO stellt derzeit in 29 Staaten einen Rückgang der neu registrierten Fälle fest.

Bei den Staaten südlich der Sahara flacht sich die Infektionskurve erstmals ab.

Tansania

Seit dem 29. April und damit seit genau 16 Wochen hat die tansanische Regierung keine Corona-Zahlen mehr veröffentlicht. Am 3. Mai hatte Staatspräsident John Magufuli die letzten Testergebnisse infrage gestellt und von Sabotage gesprochen. Danach gab es allenfalls Sachstandsmeldungen aus einigen Krankenhäusern. Seit dem 20. Juli gilt Tansania laut Magufuli als "coronafrei".

 

Präsident Magufuli eerhält eine Auszeichnung von der Pfingstbewegung

John Magufuli ist zwar Katholik, er bezieht seine größte Unterstützung aber durch die Pfingstbewegung in Tansania. Sie haben dem Staatspräsidenten am vergangenen Wochenende während ihres Nationalkonvents in Dodoma einen Preis "für starke Führung während der Covid-19-Pandemie" überreicht. Die Ehrung nahm Erzbischof Dr. Barnabas Mtokambali (Tanzania Assembles of God/TAG) vor.

Er bezeichnete die Auszeichnung als Anerkennung der wichtigen Rolle des Präsidenten bei der Verbreitung des Glaubens, dass nicht ein Lockdown, sondern Gott die Antwort auf die Coronapandemie sei: "Die Entscheidung, keinen Lockdown durchzuführen, sondern stattdessen drei Gebetstage für die Suche nach Gottes Intervention durchzuführen, hat Tansania weltweit in eine ganz besondere Position gebracht."

Magufuli: "Ich habe die Ehre nicht verdient"

Die beiden vom Präsidenten ausgerufenen landesweiten dreitägigen Gebetstage hätten die Kirche so bewegt, dass sie von sich aus die Gebetstage um zweimal sieben Fastentage ergänzt hätten. Der Konvent in Dodoma kam schließlich zu dem Ergebnis, dass sich "historisch gesehen noch kein Präsident der Welt in einem solchen traumatischen Moment wie die Covid-19-Pandemie an Gott gewandt hatte."

Staatspräsident John Magufuli dankte den Versammelten für die Ehre, die er nicht verdient habe. Es sei nicht er selbst, sondern Gott gewesen, der das Land durch die Pandemie geführt habe. Die Auszeichnung sei aber "eine große Geste" und "ein Symbol wahrer Freundschaft und des Leben Gottes." Die Kirchen sollten weiterhin für ihn als Präsidenten beten und demütig bleiben, denn "ich bin nichts ohne Gott".

Deutschland stuft Tansania weiterhin als Risikogebiet ein

Am 12. August hat wie erwartet das Robert Koch Institut (RKI) in einer Aktualisierung der "Informationen zur Ausweisung internationaler Risikogebiete" Tansania erneut als eines von circa 130 Ländern oder Gebieten aufgelistet, "in denen ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit SARS-CoV-2 besteht". Rückkehrer aus diesen Ländern müssen in Deutschland entsprechend der Bestimmungen der Bundesländer mit einer Quarantäne rechnen.

 

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Gesundheit- und das Innenministerium sowie durch das Auswärtige Amt. 

 

 

 

Deutsche Welle :                                                                                                                               Tansania macht die Meinungsfreiheit mundtot

In Tansania setzt eine neue Verordnung der Kooperation einheimischer und internationaler Medien enge Grenzen. Das entspricht der Regierungslinie, abweichende Meinungen zu bestrafen, meint Mohammed Khelef.

Kommentar nachzulesen:                                                                               https://www.dw.com/de/kommentar-tansania-macht-die-meinungsfreiheit-mundtot/a-54533748


Welt:

VERRÜCKTE CORONA-POLITIK                                                                                                    Der Bolsonaro Afrikas treibt Corona mit Gebeten aus

 

Artikel vom 16.8.2020

https://www.welt.de/politik/ausland/article213687186/Tansanias-Praesident-Magufuli-Bolsonaro-Afrikas-treibt-Corona-mit-Gebeten-aus.html

 

FAZ : PRÄSIDENTENWAHL IN TANSANIA (im Oktober 2020)                                                Ein

:

Herausforderer für den „Bulldozer“

Unter John Magufuli ist Tansania auf dem Weg in die Diktatur. Bei der Präsidentenwahl fordert ihn nun ein Mann heraus, der erst kürzlich ins Land zurückgekehrt ist – nachdem er dort vor drei Jahren ein Attentat überlebte.

Artikel vom 11.8.2020:

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/wahl-in-tansania-tundu-lissu-fordert-praesident-magufuli-heraus-16897372.html

 

Neues Gebäude in Bugamba.   aktualisiert Okt 2019

Die Gesundheitsstation in Bugamba erhielt ein weiteres Gebäude. Die MMS Tansania freut sich über das neue Bettenhaus mit dem nun der Engpass für stationäre Aufnahmen für die Patienten aufgefangen werden konnte. Dadurch entstanden im alten Gebüde Möglichkeiten zur Erweiterung des Labors.  Somit erhält auch Bugamba die Gelegenheit 12 Patienten für mindestens drei Tage aufzunehmen.

Ein Kirchenlehrer mit Visionen

Auf Bitten der Kirchengemeinde in Bugamba/Tansania hat sich die Kirchengemeinde Zehdenick in Brandenburg bereit erklärt, für den Neubau der Kirche 600.-€ zur Verfügung zu stellen.                        Der Kirchenlehrer Mchungaji Damas Kapenda, der im Juli seine Pastorenausbildung beendet hat, war vorher von Beruf Maurer. So hat er mit Unterstützung aus dem Dorf Bugamba ein Fundament um die alte Kirche gelegt und darauf eine Grundmauer errichtet. Nun fehlt noch das Dach aus Wellblech.

Dafür sammelten die Konfirmanden bei ihrer Konfirmationskollekte und zwei weitere Gottesdienst-Kollekten. Damas besondere Freude ist die Berufung in seine erste Pastorenstelle nach Kagunga. Dies schließt auch seinen Dienst in Bugamba mit ein.

Konfirmierte 2018 in Lammersdorf

 

Gemeinsam lernen und feiern, diskutieren und lachen, sich in der großen weltweiten Gemeinschaft von Christinnen und Christen zu Hause fühlen. Das sind Ziele unseres Konfirmandenunterrichtes. Dabei wählt der jeweilige Jahrgang jedes Jahr ein Projekt aus, das besonders unterstützenswert erscheint. In Kirchen, denen es finanziell nicht so gut geht wie unserer Evangelischen Kirche im Rheinland.

Dieses Jahr ging es um die Sicherstellung der Versorgung mit Medikamenten in der Gesundheitsstation Bugamba in Tansania, auch kreiskirchliches Entwicklungsprojekt unseres Kirchenkreises. Das Jahresbudget für Medikamente liegt bei etwa 3.700,- €, was so auch von den Jugendlichen fröhlich und offensiv verkündet wurde. Umso schöner, dass die dies-jährige Summe sogar noch etwas höher war: insgesamt sind bei Kollekten und Spenden bisher 3.963,86 € zusammen gekommmen, und dies, obwohl Einige noch nicht überwiesen haben. Das Geld wird in den nächsten Wochen nach Bugamba überwiesen.

 

Herzlichen Dank allen Beteiligten für dieses tolle Ergebnis! Gott segne Gebende und Empfangende.

Die Waldhofschule Templin hat wieder einen Spendenlauf organisiert. 
Zwei Stunden lang herrscht eine tolle Stimmung. Mit dem Start um 9:30 Uhr machen sich über 250 Schüler und Schülerinnen auf den 500 Meter Rundlauf, um viele Runden zu schaffen. Mit der  Hälfte des Erlöses wird die Partnerschule in Bugamba unterstützt. Das sind immerhin 1570.-€.

Dort soll eine Lehrkraft für den Gesundheitsunterricht angestellt werden, um damit die Gesundheitsbildung in der Region zu stärken. Seit vier Jahren setzt sich die Waldhofschule Templin für die Grundschule in dem abgelegenen Dorf Bugamba am Tanganyika-See ein. Kontakte über den Schulsozialarbeiter Hr.Kerner haben diesen Brückenschlag nach Afrika möglich gemacht.
Hätte man manchen Schülern gesagt, sie würden beim Spendenlauf  15 Kilometer laufen, wäre eine abfällige Handbewegung sicher gewesen. Doch hat sich schon schnell eine gute Stimmung eingestellt. Mit der Tansanischen Flagge in der Hand rannten Kinder eine Runde nach der anderen. Eltern, Omas und Opas haben sich bei ihren Kindern als Sponsoren verpflichtet. Manch einer hatte für eine gelaufene Runde zehn Cent zugesagt bekommen und einige hatten großzügige Sponsoren, die für jede gelaufene Runde einen Euro versprachen. Schüler, die keinen Sponsor bereit hatten, wurden teilweise von ihren Lehrern gesponsert. Am Ende hatte jeder Schüler einen Sponsor.
Auf einer Stelltafel wurden die gelaufenen Gesamtkilometer aufgeschrieben und trieben die Schüler noch weiter an. Würden sie die 2500 km-Marke schaffen? Erfrischungen, Kuchen und Musik machten die Volksfeststimmung perfekt. Am Ende erreichten die Schüler 2715 Kilometer Laufleistung. Das ist ein Drittel des Weges nach Afrika zur Partnerschule Bugamba.
Drei Schüler liefen mehr als einen Halbmarathon. Ein Schüler schaffte 25 Kilometer. Wie viel Geld nun in den Spendentopf gelandet ist, wird sich erst anfang Juli herausstellen, wenn alle Sponsoren ihre Zusagen eingelöst haben. Eine 3.Klasse hat schon zusammengezählt; sie erreichten 400 €. Dieser Sponsorenlauf hat großen Spaß gemacht und war ein voller Erfolg. Zwei Fotos vom Spendenlauf wurden per Whattsapp auch schon an die Partnerschule nach Bugamba geschickt. So wird persönlicher Einsatz zum Projekt. Danke.

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